Depressiva & Dissoziativa
ZNS-dämpfende Substanzen wie Benzodiazepine, GHB und Ketamin.
← Alle SubstanzenDepressiva und Dissoziativa sind Substanzklassen, die das Zentralnervensystem dämpfen oder die Wahrnehmung von Körper und Umwelt dissoziieren. Zu den Depressiva zählen Alkohol (GABA-Verstärker), Benzodiazepine (GABA-A-Modulatoren) und GHB/GBL (GABA-B-Agonist). Dissoziativa wie Ketamin blockieren NMDA-Glutamat-Rezeptoren und führen zu Körper-Ich-Dissoziation. Gemeinsam ist diesen Substanzen, dass Entzug nach körperlicher Abhängigkeit lebensgefährlich sein kann — vor allem bei Alkohol und Benzodiazepinen (Krampfanfälle, Delirium). Viele sind medizinisch genutzt: Ketamin als Narkosemittel und Antidepressivum, Benzodiazepine bei Angststörungen und Epilepsie.
Substanzen
Benzodiazepine
Verschreibungspflichtige Beruhigungs- und Schlafmittel — wirken auf GABA-Rezeptoren. Wirksam bei Angst und Epilepsie, aber hohes Abhängigkeitspotenzial. Entzug kann lebensgefährlich sein.
Gabapentin
Gabapentinoid-Antiepileptikum — in hohen Dosen missbrauchbar, besonders gefährlich in Kombination mit Opioiden.
GHB / GBL
ZNS-dämpfendes Mittel mit euphorisierender Wirkung — extrem schmale Dosis-Wirkungskurve. GBL wird im Körper zu GHB umgewandelt. Bekannt als K.O.-Tropfen und Club-Drug.
Ketamin
Dissoziatives Anästhetikum mit halluzinogenen Eigenschaften — medizinisch als Narkosemittel, seit 2019 auch als Antidepressivum (Esketamin).
Lachgas
Farb- und geruchloses Gas mit kurzer euphorisierender Wirkung — medizinisch als Narkosemittel, als Partydroge aus Metallkapseln konsumiert. Gefahr durch Sauerstoffmangel und Vitaminmangel B12.
Pregabalin
Antikonvulsivum und Anxiolytikum — wirkt auf spannungsgesteuerte Kalziumkanäle. Starkes Missbrauchspotenzial; in Deutschland 2021 als BtMG-Anlage III eingestuft.