Als Indica-dominant gelten Cannabis-Sorten, deren Wirkungsprofil stärker durch die körperlich-sedierende Wirkkomponente der Indica-Genetik geprägt ist. Das bedeutet: tiefer Muskelrelax, schwere Gliedmaßen, Schläfrigkeit und ein allgemeines Wohlfühlgefühl im Körper.
Indica-dominante Sorten enthalten in der Regel mehr Beta-Myrcen — das häufigste und intensivst sedierende Terpen im Cannabis. Myrcen potenziert den THC-Effekt, indem es die Blut-Hirn-Schranke leichter passierbar macht. Das Ergebnis: intensivere und länger anhaltende Körperwirkung.
Medizinisch eingesetzt werden Indica-dominante Sorten vor allem bei Schlafstörungen, chronischen Schmerzen, Muskelspasmen, MS-Spastizität und Angstzuständen. Wegen der Sedierung eignen sie sich nicht für den Tagesbetrieb — Autofahren und Bedienen von Maschinen ist unter Cannabis generell verboten.