Cannabis-Blüten sind die getrockneten, weiblichen Blütenstände der Cannabispflanze und die weitverbreitetste Darreichungsform in deutschen Apotheken. Sie enthalten das natürliche Vollspektrum an Cannabinoiden (THC, CBD, CBG, CBN) und Terpenen — genau diese Kombination erzeugt den medizinisch relevanten Entourage-Effekt.
Wie werden Blüten angewendet?
Medizinales Cannabis wird inhaliert — nicht geraucht, sondern mit einem medizinischen Vaporizer (Verdampfer) bei 170–220 °C verdampft. Das BfArM empfiehlt ausdrücklich Vaporisierung statt Verbrennung: Keine Verbrennungsprodukte, keine Schadstoffe, bessere Wirkstoffausbeute. Vaporizer ab 150 € (z. B. Mighty, Volcano) werden von Patienten selbst bezahlt; manche Krankenkassen erstatten mit ärztlichem Attest.
THC-Spectrum: Was gibt es in deutschen Apotheken?
Das Angebot reicht von niedrig-THC-Sorten (T10 wie Bedrobinol) über mittlere Potenz (T14–T18) bis zu hochpotenten Sorten (T22–T30+). Anfänger starten idealerweise bei T10–T15; erfahrene Patienten wählen je nach Indikation. CBD variiert von unter 1 % bis über 8 % (z. B. Bediol T6,3/C8). Je höher das CBD-Verhältnis, desto geringere psychoaktive Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Schmerzlinderung.
Dosierung: Start low, go slow
1–2 kleine Züge am Vaporizer, dann 15 Minuten warten. Inhalation wirkt innerhalb von Minuten und hält 2–4 Stunden an. Niemals mit hoher Dosis beginnen — Titration ist der Schlüssel. Dein Arzt legt die Tagesdosis fest; typische Anfangsverschreibungen sind 10–15 g/Monat.
Was kosten Cannabis-Blüten?
In deutschen Apotheken liegen die Preise zwischen 5 und 15 €/g, je nach Sorte, Hersteller und Apotheke. Importware aus Kanada oder den Niederlanden ist oft günstiger; deutsche Sorten (CC Pharm, Demecan) kosten mehr. Online-Versandapotheken mit Rezept können oft besser liefern als stationäre Apotheken.