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Cannabis Extrakte

Cannabisextrakte und Öle auf Rezept — hochdosiert, standardisiert, apothekenpflichtig.

Cannabis-Extrakte sind konzentrierte Zubereitungen aus Cannabispflanzen: Öle, Tinkturen oder Weichkapseln, die über eine präzise definierte THC- und CBD-Konzentration verfügen. Sie sind die diskreteste und am einfachsten dosierbare Form medizinalen Cannabis.

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Typen: Öl, Tinktur, Weichkapsel

Cannabisöl wird sublingual (unter die Zunge) eingenommen oder Speisen zugesetzt. Die Wirkung setzt nach 30–90 Minuten ein und hält 4–8 Stunden. Tinkturen auf Alkohol- oder MCT-Ölbasis bieten ähnliche Eigenschaften, oft mit besserem Geschmack. Weichkapseln (z. B. Dronabinol-Kapseln) haben den längsten Wirkungseintritt (1–3 h), aber die längste Wirkdauer (6–10 h) — ideal für Nachtmedikation.

Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat?

Vollspektrum-Extrakte enthalten alle Cannabinoide und Terpene der Pflanze — maximaler Entourage-Effekt. Breitspektrum-Produkte haben kein oder minimal THC, behalten aber andere Cannabinoide. Isolate (reines THC oder CBD) haben das klarste Dosierungsprofil, verlieren jedoch die Synergieeffekte. Für medizinische Zwecke bevorzugen viele Ärzte Vollspektrum-Zubereitungen.

Wann sind Extrakte besser als Blüten?

Extrakte eignen sich für Patienten mit Atemwegserkrankungen (kein Inhalieren möglich), für Kinder und ältere Patienten, für eine sehr genaue Dosierung bei kleinen Mengen und für den diskreten Einsatz tagsüber. Blüten bieten dagegen schnelleren Wirkungseintritt und einfachere Titration durch sofortiges Feedback.

Häufige Fragen zu Cannabis Extrakte

Wie dosiert man Cannabis-Öl?
Mit der mitgelieferten Dosierpipette: Anfänger starten mit 1–2 Tropfen (je nach Konzentration ca. 1–2,5 mg THC), steigern wöchentlich nach Bedarf. Öl unter die Zunge legen, 60 Sekunden halten, dann schlucken — so ist die Bioverfügbarkeit am besten.
Hat Cannabisöl die gleiche Wirkung wie Blüten?
Ähnliche, aber nicht identische Wirkung. Extrakte haben eine langsamere und oft länger anhaltende Wirkung. Das Terpenprofil unterscheidet sich je nach Herstellungsverfahren. Für schnelle Bedarfsmedikation (Schmerzspitzen) sind Blüten praktischer; für Dauertherapie können Extrakte komfortabler sein.
Werden Cannabis-Extrakte von der Krankenkasse erstattet?
Grundsätzlich ja — wenn ein Arzt sie verschreibt und die Genehmigung nach § 31 Abs. 6 SGB V vorliegt. Die Erstattungsrate liegt laut Zahlen bei 50–70 % aller Anträge. Bei Ablehnung: Widerspruch lohnt sich oft.