Warum Rezepte abgelehnt werden.
- Keine ausreichende Indikation: Aus den Angaben ergibt sich keine Erkrankung, bei der Cannabis medizinisch sinnvoll erscheint.
- Andere Therapien nicht ausgeschöpft: Die Ärztin oder der Arzt sieht zuerst Behandlungen mit besser belegter Wirkung.
- Gegenanzeigen: Zum Beispiel bestimmte psychische Erkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Minderjährigkeit. Was gilt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall.
- Unvollständige oder widersprüchliche Angaben: Fehlende Befunde oder ein unklarer Fragebogen führen häufig zur Ablehnung oder Rückfrage.
Was du jetzt tun kannst.
- Frag nach der Begründung und ob fehlende Unterlagen nachgereicht werden können, etwa Arztbriefe, Befunde oder eine Liste bisheriger Therapien.
- Hol eine Zweitmeinung bei einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt ein, zum Beispiel in einer Schmerzpraxis oder bei einer Fachärztin für dein Krankheitsbild.
- Prüfe, ob eine andere Telemedizin-Plattform deinen Fall anders bewertet. Jede ärztliche Entscheidung ist eigenständig.
- Klär mit dem Anbieter, ob die Behandlungsgebühr bei einer Ablehnung erstattet wird. Die Regeln unterscheiden sich je nach Anbieter, schau in die Bedingungen.
Was nicht hilft.
Beschwerden zu übertreiben oder Angaben zu ändern, damit es klappt, ist keine gute Idee. Es gefährdet deine Behandlung, weil Ärzte auf Grundlage falscher Angaben nicht richtig abwägen können. Seiten, die ein Rezept garantieren, solltest du meiden.
Preise und Bewertungen der Anbieter findest du im Rezept-Vergleich, die Gesamtkosten rechnest du mit dem Kostenrechner aus. Wie die Rechtslage aktuell aussieht, steht im Ratgeber Cannabis Rezept online: legal?.




